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Herbst in der Helferei 2018 – musikalische Begegnungen von Heute und Morgen

Liebe Freunde, geschätzte Förderer,

Herbst in der Helferei, kurz: HiH, hat sich in der Musikregion Zürich als Tradition etabliert, «beGEISTerndes zu gestalten und zu vermitteln. Die beschränkte Vielfalt, ein definierter Stil, die Lust am schwierig Kombinierbaren, kostbare Werke und Interpreten, das sind die Markenzeichen dieses kleinen schicken Festes» (M. Venzago).– Das vergangene
HiH-Jahr brachte erneut einen Besucher-Rekord. Das Modell der Begegnungskonzerte im Herzen unserer Stadt spricht (trotz eines wetterwendischen «Klassik-Marktes») erfolgreich einen kontinuierlich wachsenden Kreis von Menschen an.

In der Zeit seines Bestehens ist HiH – gleichermassen geprägt durch seine Planer wie auch seine KünstlerInnen, sein Publikum wie nicht zuletzt seine Förderer – zu einem «Ort» im weiteren Sinn geworden, der für seine bestimmte, unverwechselbare Atmosphäre steht. In dessen Mitte: Die Musik, als das unbeschadet Schöne unserer (ja nicht in jeder Hinsicht unbeschadeten) Zeit. Und, ihr zur Seite, die Idee der Begegnungen, das Brückenschlagende, das immer ein wesentlichster Aspekt der Konzertwoche war, ist und bleibt.– In der Konzeption seiner Programme positioniert HiH sich weiterhin, sorgfältig abwägend, zwischen – teilweise auch
populärer – «Klassik» und Darbietungen, die die Hörerschaft mit Weniger-Vertrautem bekannt machen. Dem viel zitierten Gegensatzpaar der Musikbranche – (älteres) «E» und (jüngeres) «U» – tritt die HiH-typische, zunehmend junge Hörerschaft auf ihre Art, nämlich gleichgültig gegenüber: das (veraltende) Kriterium verliert seine Bedeutung.

Im Zentrum des Geschehens stehen schliesslich nach wie vor «unsere» Akteure, die auch 2018 höchste künstlerische Standards vorstellen: zwei fulminante Georgierinnen, die Pianistin Ketevan Sepashvili und die gefeierte Veriko Tchumburidze; das Merel- und das Sine Nomine-Quartett; zwei international erfolgreiche junge Zürcher Ensembles, die Sängerknaben und das Klezmer-Septett Cheibe Balagan; dazu das Schweizer Oktett, der Dirigent Howard Griffiths, der rumänische Geiger Gyula Stuller und viele, viele
junge Talente mehr. Kommen Sie einfach vorbei, HiH liegt ja so nahe, und überzeugen Sie sich von der Dynamik der hochbegabten jungen KünstlerInnen, die sich hier mit der Erfahrung der Schon-Arrivierten zu unvergesslichen Erlebnissen verbindet.

Ihr Jens Lohmann

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